Steuerrechner Schweiz (Einkommenssteuer nach Kanton)
Schätze deine Einkommenssteuer in der Schweiz: Richtwert nach Kanton (Hauptort), Einkommen und Familiensituation – Bund, Kanton und Gemeinde zusammen, inklusive Kantonsvergleich.
So funktioniert der Steuerrechner
Gib dein Bruttoerwerbseinkommen, deinen Kanton und deine Familiensituation ein – der Rechner schätzt deine jährliche Einkommenssteuer am Kantonshauptort und vergleicht alle 26 Kantone. Die Richtwerte orientieren sich am amtlichen ESTV-Steuerrechner und umfassen Bund, Kanton und Gemeinde zusammen (konfessionslos), mit pauschalen Standardabzügen. So siehst du in Sekunden, ob sich für dein Einkommen ein anderer Wohnort lohnt – und wo deine grössten Sparhebel liegen.
Die drei Ebenen der Einkommenssteuer
In der Schweiz besteuern dich drei Ebenen gleichzeitig. Wer das versteht, weiss sofort, warum bei gleichem Lohn der Wohnort über mehrere Tausend Franken Unterschied entscheidet:
- Direkte Bundessteuer: national einheitlich und progressiv. Der Höchstsatz ist verfassungsmässig auf 11,5 % begrenzt; bis rund 18'500 CHF steuerbarem Einkommen (Ledige) fällt gar keine Bundessteuer an. Sie ist überall in der Schweiz identisch.
- Kantonssteuer: jeder Kanton hat seinen eigenen Tarif. Hier entstehen die grossen Unterschiede.
- Gemeindesteuer: die Gemeinde erhebt keinen eigenen Tarif, sondern einen Steuerfuss – einen Prozentsatz auf die einfache Kantonssteuer. Zwei Nachbargemeinden im selben Kanton können dadurch spürbar unterschiedlich teuer sein.
Berechnet wird die Steuer immer auf dem steuerbaren Einkommen – nicht auf dem Bruttolohn. Vom Brutto zum Netto führt der Brutto-Netto-Rechner, die vollständige Lohnabrechnung mit Kanton der Lohnrechner Schweiz.
Vom Bruttolohn zum steuerbaren Einkommen
Zwischen deinem Bruttolohn und der Steuerrechnung liegen mehrere Abzüge. Erst nach allen Abzügen bleibt das steuerbare Einkommen, auf das der Tarif angewendet wird. So sieht die Reihenfolge aus:
| Schritt | Position | Beispiel (CHF) |
|---|---|---|
| 1 | Bruttoerwerbseinkommen | 90'000 |
| 2 | − AHV/IV/EO, ALV, Pensionskasse (Sozialabzüge) | − 11'200 |
| 3 | − Berufsauslagen (Pauschale, Fahrt, Verpflegung) | − 4'000 |
| 4 | − Säule 3a (Einzahlung 2026, mit Pensionskasse) | − 7'258 |
| 5 | − Versicherungs- und übrige Abzüge | − 2'600 |
| = | Steuerbares Einkommen | ≈ 64'942 |
Die Abzugsbeträge sind kantonal unterschiedlich – die Logik aber überall gleich. Den grössten freiwilligen Hebel siehst du in Zeile 4: die Säule 3a. Wie viel Pensionskassen-Einkäufe zusätzlich bringen, rechnet der Pensionskassen-Rechner.
Durchgerechnetes Beispiel: Steuer für eine ledige Person
Nehmen wir die ledige Person aus der Tabelle oben: 90'000 CHF Bruttolohn, wohnhaft am Hauptort des Kantons Zürich, konfessionslos, mit Einzahlung des vollen Säule-3a-Betrags. Aus dem steuerbaren Einkommen von rund 64'900 CHF ergibt sich grob:
| Ebene | Richtwert (CHF/Jahr) |
|---|---|
| Direkte Bundessteuer | ≈ 1'500 |
| Kantons- und Gemeindesteuer (Zürich) | ≈ 6'000 |
| Einkommenssteuer total | ≈ 7'500 |
Ohne die Säule-3a-Einzahlung läge das steuerbare Einkommen rund 7'258 CHF höher – und die Steuer je nach Grenzsteuersatz spürbar darüber. Genau diese Differenz ist deine jährliche Steuerersparnis. Die Beträge sind Richtwerte am Hauptort; verbindlich ist die kantonale Veranlagung. Im Rechner oben kannst du Kanton, Einkommen und Familiensituation frei kombinieren.
Grosse Unterschiede zwischen den Kantonen
Bei gleichem Einkommen kann die Gesamtbelastung je nach Wohnort um ein Mehrfaches abweichen. Die Innerschweiz ist am günstigsten, die Westschweiz und einzelne Stadtkantone am teuersten. Zur Orientierung die maximalen Grenzsteuersätze (Bund, Kanton, Gemeinde zusammen, Spitzeneinkommen):
| Kanton | Maximaler Grenzsteuersatz (Richtwert) |
|---|---|
| Schwyz | ≈ 22,6 % |
| Zug | ≈ 22,7 % |
| Nidwalden | ≈ 24,3 % |
| Bern | ≈ 41,1 % |
| Waadt | ≈ 41,5 % |
| Genf | ≈ 43,3 % |
Der Kantonsvergleich im Rechner oben sortiert alle 26 Kantone für genau dein Einkommen – nützlich auch bei einem geplanten Umzug. Achtung: Die tiefe Einkommenssteuer in günstigen Kantonen sagt noch nichts über Mieten, Krankenkasse oder die Eigenmietwert-Besteuerung aus.
Einkommenssteuer nach Kanton – alle 26 im Vergleich
Ledige Person, Bruttolohn 90'000 CHF (steuerbar rund 80'000 CHF) am jeweiligen Kantonshauptort, Bund + Kanton + Gemeinde zusammen. Rang 1 = günstigster Kanton. Für dein eigenes Einkommen und deine Familiensituation nutze den Rechner oben.
| Rang | Kanton | Hauptort | Steuer/Jahr (Richtwert) | Konfidenz |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Zug | Zug | CHF 3'988 | mittlere Konfidenz |
| 2 | Schwyz | Schwyz | CHF 6'911 | mittlere Konfidenz |
| 3 | Appenzell Innerrhoden | Appenzell | CHF 7'192 | hohe Konfidenz |
| 4 | Zürich | Zürich | CHF 7'945 | hohe Konfidenz |
| 5 | Schaffhausen | Schaffhausen | CHF 7'968 | hohe Konfidenz |
| 6 | Luzern | Luzern | CHF 8'246 | hohe Konfidenz |
| 7 | Uri | Altdorf | CHF 8'263 | hohe Konfidenz |
| 8 | Graubünden | Chur | CHF 8'398 | hohe Konfidenz |
| 9 | Aargau | Aarau | CHF 8'692 | hohe Konfidenz |
| 10 | Nidwalden | Stans | CHF 9'099 | mittlere Konfidenz |
| 11 | Thurgau | Frauenfeld | CHF 9'278 | hohe Konfidenz |
| 12 | Tessin | Bellinzona | CHF 9'588 | hohe Konfidenz |
| 13 | Wallis | Sion | CHF 9'705 | hohe Konfidenz |
| 14 | Glarus | Glarus | CHF 9'780 | mittlere Konfidenz |
| 15 | Obwalden | Sarnen | CHF 10'018 | mittlere Konfidenz |
| 16 | Appenzell Ausserrhoden | Herisau | CHF 10'076 | hohe Konfidenz |
| 17 | Basel-Stadt | Basel | CHF 10'126 | hohe Konfidenz |
| 18 | St. Gallen | St. Gallen | CHF 10'367 | hohe Konfidenz |
| 19 | Genf | Genf | CHF 10'445 | hohe Konfidenz |
| 20 | Jura | Delémont | CHF 10'611 | hohe Konfidenz |
| 21 | Basel-Landschaft | Liestal | CHF 11'321 | hohe Konfidenz |
| 22 | Solothurn | Solothurn | CHF 11'377 | hohe Konfidenz |
| 23 | Freiburg | Freiburg | CHF 11'433 | hohe Konfidenz |
| 24 | Bern | Bern | CHF 11'666 | hohe Konfidenz |
| 25 | Waadt | Lausanne | CHF 11'914 | hohe Konfidenz |
| 26 | Neuenburg | Neuenburg | CHF 12'866 | hohe Konfidenz |
Quellensteuer statt Steuererklärung
Anders als in Deutschland wird die Einkommenssteuer in der Schweiz meist nicht direkt vom Lohn abgezogen, sondern jährlich per Steuererklärung veranlagt. Die Ausnahme ist die Quellensteuer: Wer keine Niederlassungsbewilligung (C) hat, zahlt die Steuer direkt über den Arbeitgeber als monatlichen Lohnabzug. Auch hier entscheidet der Kanton stark – bei rund 96'000 CHF Jahreslohn reicht die Spanne von etwa 4,5 % (Zug) bis knapp 15 % (Genf). Tarifcode und Abzug rechnet der Quellensteuer-Rechner.
Steuern legal senken – die wirksamsten Hebel 2026
Jeder zusätzliche Abzug senkt das steuerbare Einkommen und damit die Steuer zum persönlichen Grenzsteuersatz. Die wirksamsten Hebel:
- Säule 3a: Höchstbetrag 2026 sind 7'258 CHF für Angestellte mit Pensionskasse bzw. 36'288 CHF für Selbständige ohne Pensionskasse (max. 20 % des Nettoerwerbs). Vollständig vom Einkommen abziehbar.
- NEU ab 2026 – rückwirkende 3a-Einkäufe: Wer ab dem Beitragsjahr 2025 nicht den vollen Betrag eingezahlt hat, darf solche Lücken bis zu zehn Jahre später nachträglich schliessen – zusätzlich zum laufenden Beitrag und ebenfalls steuerlich abziehbar.
- Pensionskassen-Einkauf: freiwillige Einkäufe in die zweite Säule sind voll abziehbar und besonders bei hohem Einkommen wirksam.
- Berufsauslagen, Weiterbildung, Liegenschaftsunterhalt und – bei Ehepaaren mit zwei Einkommen – der Zweiverdienerabzug.
Wie viel Steuer dir die Säule 3a konkret spart, zeigt der Säule-3a-Rechner. Planst du später einen gestaffelten Bezug, rechnet der Kapitalbezugssteuer-Rechner die Steuer auf die Auszahlung.
Alle Angaben sind Richtwerte auf Basis offizieller ESTV-Tarife (Steuerjahr 2025/26), am Kantonshauptort, konfessionslos, mit Standardabzügen. Deine effektive Steuer hängt von Gemeinde, Konfession und deinen individuellen Abzügen ab. Massgebend ist immer die kantonale Veranlagung. Diese Seite dient der Information, erfolgt ohne Gewähr und ersetzt keine Steuer- oder Finanzberatung.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Bruttolohn und steuerbarem Einkommen?
Der Bruttolohn ist dein Lohn vor Abzügen. Das steuerbare Einkommen ist deutlich tiefer: Davon abgezogen werden zuerst die Sozialversicherungen (AHV/IV/EO, ALV, Pensionskasse), dann Berufsauslagen, Säule-3a-Einzahlungen, Versicherungsabzüge sowie Sozial- und Kinderabzüge. Erst auf dieses steuerbare Einkommen wendet der Kanton seinen Tarif an. Aus 90'000 CHF Brutto werden so schnell rund 65'000 CHF steuerbares Einkommen.
Wie hoch ist der Säule-3a-Höchstbetrag 2026?
Für das Steuerjahr 2026 sind es 7'258 CHF für Angestellte mit Pensionskasse und 36'288 CHF für Selbständige ohne Pensionskasse (maximal 20 % des Nettoerwerbseinkommens). Der gesamte einbezahlte Betrag ist vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Neu ist ab 2026 ausserdem, dass Beitragslücken ab dem Jahr 2025 bis zu zehn Jahre später nachträglich eingekauft und ebenfalls von den Steuern abgezogen werden können.
Was ist der Steuerfuss und warum unterscheiden sich Gemeinden?
Die Gemeinde erhebt keinen eigenen Steuertarif, sondern einen Steuerfuss – einen Prozentsatz auf die einfache Kantonssteuer. Eine Gemeinde mit Steuerfuss 119 % verlangt also 119 % der einfachen Kantonssteuer, eine andere im selben Kanton vielleicht nur 95 %. Deshalb können zwei Nachbargemeinden bei identischem Einkommen unterschiedlich hohe Steuern bedeuten. Der Rechner verwendet den Wert am Kantonshauptort.
Wird die Steuer in der Schweiz direkt vom Lohn abgezogen?
In der Regel nein. Die meisten Personen zahlen die Einkommenssteuer separat per jährlicher Steuererklärung und Veranlagung, nicht als monatlichen Lohnabzug wie in Deutschland. Die Ausnahme ist die Quellensteuer für Personen ohne Niederlassungsbewilligung C: Dann zieht der Arbeitgeber die Steuer direkt vom Lohn ab. Den Quellensteuer-Tarif berechnet der Quellensteuer-Rechner.
Wie viel Steuern zahlt man in der Schweiz?
Das hängt stark von Wohnkanton, Einkommen und Familiensituation ab. Eine ledige Person mit 80’000 CHF Bruttolohn zahlt am Hauptort je nach Kanton rund 4’000 bis 13’000 CHF Einkommenssteuer (Bund, Kanton und Gemeinde zusammen). Familien mit Kindern zahlen deutlich weniger. Der Rechner zeigt den Richtwert für deinen Kanton.
Welcher Kanton hat die tiefsten Steuern?
Bei der Einkommenssteuer am Hauptort gehören Zug und Schwyz zu den günstigsten, gefolgt von weiteren Innerschweizer Kantonen. Am oberen Ende liegen Kantone wie Neuenburg, Bern und die Waadt. Der Kantonsvergleich im Rechner sortiert alle 26 Kantone für dein Einkommen.
Wie wird die Einkommenssteuer in der Schweiz berechnet?
Die Steuer setzt sich zusammen aus der direkten Bundessteuer (national einheitlich, progressiv), der Kantonssteuer und der Gemeindesteuer (kantonaler Tarif mal Steuerfuss). Berechnet wird sie auf dem steuerbaren Einkommen – also dem Bruttoeinkommen abzüglich Sozialabzüge, Berufsauslagen und weiterer Abzüge.
Ist die Bundessteuer im Rechner enthalten?
Ja. Die Richtwerte umfassen Bund, Kanton und Gemeinde zusammen (ohne Kirchensteuer), berechnet auf Basis der offiziellen ESTV-Tarife am Kantonshauptort mit pauschalen Standardabzügen. Freiwillige Abzüge wie die Säule 3a sind nicht enthalten und senken deine Steuer zusätzlich.
Wie kann ich Steuern sparen?
Die wirksamsten Hebel sind Einzahlungen in die Säule 3a (vom Einkommen abziehbar), Pensionskassen-Einkäufe sowie der Abzug von Berufsauslagen, Weiterbildung und Liegenschaftsunterhalt. Wie viel die Säule 3a bringt, zeigt der Säule-3a-Rechner. Massgebend für die definitive Steuer ist immer die kantonale Veranlagung.