Krankenkasse-Franchise-Rechner (Schweiz)
Finde die günstigste Krankenkassen-Franchise: Der Rechner vergleicht alle Wahlfranchisen (300 bis 2500 CHF) anhand deiner erwarteten Gesundheitskosten und Prämien – inklusive 10 % Selbstbehalt und gesetzlichem Höchstbetrag.
So findest du die günstigste Franchise
Die Franchise ist der Betrag, den du in der Grundversicherung jedes Kalenderjahr zuerst selbst bezahlst, bevor die Kasse einsteigt. Eine höhere Franchise senkt deine Monatsprämie – im Gegenzug trägst du im Krankheitsfall mehr selbst. Der Rechner oben stellt für jede Wahlfranchise die gesamten Jahreskosten gegenüber – Prämie, Franchise-Anteil und Selbstbehalt zusammen – und markiert die für deine erwarteten Gesundheitskosten günstigste Stufe. Damit das Ergebnis stimmt, trägst du deine echten Prämien-Offerten und eine realistische Schätzung deiner Jahreskosten ein.
Die Formel hinter dem Rechner
Jahreskosten = 12 × Monatsprämie + Franchise-Anteil + Selbstbehalt.
Deine Gesundheitskosten bezahlst du bis zur Höhe der Franchise vollständig selbst. Für alles darüber kommen 10 % Selbstbehalt dazu – aber höchstens 700 CHF pro Jahr bei Erwachsenen bzw. 350 CHF bei Kindern. Deine maximale Eigenbeteiligung ist dadurch gedeckelt: bei Franchise 300 auf 1000 CHF, bei Franchise 2500 auf 3200 CHF – jeweils zuzüglich der Prämie. Mehr als diese Summe kann dich ein Krankheitsjahr in der Grundversicherung nie kosten.
Alle Wahlfranchisen 2026 auf einen Blick
In der obligatorischen Grundversicherung (KVG) gibt es feste Wahlfranchisen. Erwachsene ab 19 Jahren wählen zwischen sechs Stufen, Kinder bis 18 zwischen sieben. Eine höhere Franchise bedeutet eine tiefere Prämie – die maximale Eigenbeteiligung ist immer Franchise plus Höchst-Selbstbehalt.
| Versicherte | Wählbare Franchisen (CHF) | Höchst-Selbstbehalt | Max. Eigenbeteiligung |
|---|---|---|---|
| Erwachsene (ab 19) | 300, 500, 1000, 1500, 2000, 2500 | 700 CHF | 1000 CHF (bei 300) bis 3200 CHF (bei 2500) |
| Kinder (bis 18) | 0, 100, 200, 300, 400, 500, 600 | 350 CHF | 350 CHF (bei 0) bis 950 CHF (bei 600) |
Bei Kindern ist die Franchise 0 frei wählbar – eine höhere Kinder-Franchise lohnt sich nur, wenn die Prämie dadurch spürbar sinkt, was selten der Fall ist. Für Familien mit mehreren Kindern gilt zudem eine kantonal geregelte Prämienverbilligung; ob du Anspruch hast, prüfst du im Prämienverbilligung-Rechner.
Durchgerechnetes Beispiel: 300 oder 2500?
Eine erwachsene Person in Zürich erhält für dieselbe Kasse zwei Offerten: 470 CHF/Monat bei Franchise 300 und 350 CHF/Monat bei Franchise 2500. Die Prämiendifferenz beträgt also 120 CHF im Monat oder 1440 CHF im Jahr. So entwickeln sich die Gesamtkosten je nach erwarteten Gesundheitskosten:
| Erwartete Gesundheitskosten | Total Franchise 300 | Total Franchise 2500 | Günstiger |
|---|---|---|---|
| 0 CHF (kein Arztbesuch) | 5640 CHF | 4200 CHF | Franchise 2500 |
| 1000 CHF | 6010 CHF | 5200 CHF | Franchise 2500 |
| 1900 CHF (Kipppunkt) | 6100 CHF | 6100 CHF | gleich teuer |
| 3000 CHF | 6210 CHF | 6750 CHF | Franchise 300 |
Der Kipppunkt liegt in diesem Beispiel bei 1900 CHF erwarteten Jahreskosten: darunter gewinnt die hohe Franchise dank tieferer Prämie, darüber die tiefe. So rechnet sich die 1900 für die Stufe 2500: 4200 CHF Prämie + 1900 CHF Franchise-Anteil + 0 CHF Selbstbehalt = 6100 CHF. Für die Stufe 300: 5640 CHF Prämie + 300 CHF Franchise + 160 CHF Selbstbehalt (10 % von 1600 CHF über der Franchise) = 6100 CHF. Wichtig: Der genaue Kipppunkt hängt allein von deiner Prämiendifferenz ab – je grösser sie ist, desto höher liegt er. Darum trägst du oben deine echten Offerten ein.
Faustregel und der Mittelfranchisen-Trap
Praktisch laufen die Zahlen fast immer auf eine von zwei Stufen hinaus: Wer regelmässig unter rund 1500–1800 CHF Gesundheitskosten pro Jahr hat (gesund, selten beim Arzt), fährt mit der höchsten Franchise 2500 günstiger. Wer dauerhaft hohe Kosten hat – chronische Behandlung, teure Medikamente, geplante Operationen –, wählt die tiefste Franchise 300.
Die Mittelfranchisen 500 bis 2000 sind fast immer die schlechtere Wahl: Die Kassen geben für sie pro Franken Mehr-Risiko zu wenig Prämienrabatt zurück, sodass sie selten gewinnen. Sie sehen auf der Offerte nach einem Kompromiss aus, kosten am Jahresende aber meist mehr als die passende Extremstufe. Entscheide dich im Zweifel bewusst für 300 oder 2500.
Die Sparkonto-Strategie bei hoher Franchise
Die hohe Franchise 2500 ist nur dann ein echter Vorteil, wenn du die maximale Eigenbeteiligung im Ernstfall auch tragen kannst. Der Trick: Lege die gesparte Prämie konsequent auf ein separates Konto. Im Beispiel oben sind das 120 CHF pro Monat. Nach rund 16 Monaten hast du die Franchise von 2500 CHF angespart – ab dann trägst du faktisch kein finanzielles Risiko mehr, weil die Reserve den schlimmsten Fall deckt. Bleibt das Geld liegen, wächst dein Polster jedes gesunde Jahr weiter. Wer diesen Spar-Hebel mit weiteren Steuervorteilen kombinieren will, findet in der Säule 3a einen zweiten Anlauf.
Sonderfälle: Mutterschaft, Unfall und Familien
Bei Mutterschaft entfallen Franchise und Selbstbehalt für die regulären Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt vollständig – eine geplante Schwangerschaft spricht damit klar für die tiefe Franchise, weil ohnehin höhere Gesundheitskosten anstehen. Die Unfalldeckung ist bei Angestellten mit mindestens acht Wochenstunden über den Arbeitgeber (UVG) versichert und kann in der Grundversicherung sistiert werden; nur dann zählt sie nicht zur Franchise-Überlegung. Für Familien rechnest du jede Person einzeln durch, weil Prämien und erwartete Kosten je nach Alter stark variieren. Deine Sozialabzüge und das Nettoeinkommen, das für die Prämienlast relevant ist, ermittelst du im Lohnrechner.
Fristen: Wann du die Franchise wechseln kannst
Ein Franchisewechsel ist jeweils auf den Jahresbeginn möglich. Eine Erhöhung der Franchise kannst du der Kasse auf den 1. Januar mitteilen; für eine Senkung musst du bis zum 30. November kündigen, damit die neue Stufe ab Januar gilt. Prüfe die Wahl jährlich neu – Prämien steigen praktisch jedes Jahr, und auch deine erwarteten Kosten ändern sich. Massgebend sind immer deine persönlichen Offerten und die Regeln des BAG; die vorbelegten Werte im Rechner sind nur Beispiele.
Wer beim Lohn ohnehin rechnet, findet im Lohnrechner die Sozialabzüge und mit der Säule 3a einen weiteren Steuerhebel. Deine Einkommenssteuer schätzt der Steuerrechner, und ob deine Prämie verbilligt wird, zeigt der Prämienverbilligung-Rechner.
Alle Angaben ohne Gewähr; dieser Rechner ersetzt keine individuelle Beratung.
Häufige Fragen
Wo liegt der Break-even zwischen Franchise 300 und 2500?
Der Kipppunkt hängt von deiner persönlichen Prämiendifferenz ab. Bei einer typischen Differenz von rund 1440 CHF pro Jahr (z. B. 470 statt 350 CHF Monatsprämie) liegt er bei etwa 1900 CHF erwarteten Gesundheitskosten: Genau dort kosten beide Stufen gleich viel (im Beispiel je 6100 CHF). Liegst du darunter, gewinnt die Franchise 2500; liegst du darüber, die Franchise 300. Je grösser die Prämiendifferenz deiner Kasse, desto höher liegt der Break-even – darum rechnest du oben mit deinen echten Offerten.
Lohnt sich eine mittlere Franchise wie 1000 oder 1500?
Statistisch fast nie. Die Kassen gewähren für die Mittelfranchisen 500 bis 2000 pro Franken Mehr-Risiko zu wenig Prämienrabatt, sodass am Jahresende meist eine der beiden Extremstufen günstiger ist. Die Mittelstufen wirken auf der Offerte wie ein Kompromiss, sind es rechnerisch aber selten. Entscheide dich im Zweifel bewusst für 300 oder 2500 und lass den Rechner die übrigen Stufen zum Vergleich mitlaufen.
Wie funktioniert die Sparkonto-Strategie bei hoher Franchise?
Du wählst die Franchise 2500, legst aber die gesparte Prämie konsequent auf ein separates Konto. Bei rund 120 CHF gesparter Prämie pro Monat hast du die Franchise von 2500 CHF nach etwa 16 Monaten angespart. Ab dann deckt deine Reserve den schlimmsten Fall, und du trägst faktisch kein finanzielles Risiko mehr. Bleibt das Polster über gesunde Jahre liegen, wächst es weiter. Voraussetzung ist die Disziplin, die Ersparnis wirklich zurückzulegen.
Spielt eine geplante Schwangerschaft bei der Franchisewahl eine Rolle?
Ja, klar. Bei Mutterschaft entfallen Franchise und Selbstbehalt für die regulären Leistungen rund um Schwangerschaft und Geburt vollständig. Trotzdem fallen im betreffenden Jahr meist weitere, normal kostenpflichtige Gesundheitskosten an. Eine geplante Schwangerschaft spricht deshalb in der Regel für die tiefe Franchise 300, weil sich die höhere Prämie durch die geringere Kostenbeteiligung eher auszahlt.
Welche Franchise lohnt sich bei der Krankenkasse?
Als Faustregel: Wer wenig zum Arzt geht und tiefe Gesundheitskosten erwartet, fährt mit der höchsten Franchise (2500) günstiger, weil die Prämie tiefer ist. Wer regelmässig hohe Kosten hat, wählt die tiefste Franchise (300). Der Rechner vergleicht beide Effekte exakt mit deinen Prämien und markiert die günstigste Stufe.
Ab welchen Gesundheitskosten lohnt sich die tiefste Franchise (300)?
Sobald deine erwarteten Jahreskosten so hoch sind, dass die tiefere Kostenbeteiligung die höhere Prämie der 300er-Franchise mehr als ausgleicht. Je nach Prämiendifferenz liegt dieser Kipppunkt meist bei rund 1700 bis 2200 CHF erwarteten Kosten pro Jahr – der Rechner zeigt ihn für deine Zahlen genau.
Wie hoch ist der Selbstbehalt zusätzlich zur Franchise?
Über die Franchise hinaus zahlst du 10 % der Kosten selbst – höchstens 700 CHF pro Jahr bei Erwachsenen und 350 CHF bei Kindern. Deine maximale Eigenbeteiligung ist also Franchise plus Höchst-Selbstbehalt: bei Franchise 300 sind das 1000 CHF, bei Franchise 2500 sind es 3200 CHF (je zuzüglich Prämie).
Welche Franchisestufen gibt es in der Schweiz?
Erwachsene (ab 19): 300 (ordentliche Franchise), 500, 1000, 1500, 2000 und 2500 CHF. Kinder (bis 18): 0 (keine Franchise) sowie wahlweise 100, 200, 300, 400, 500 oder 600 CHF. Eine höhere Franchise senkt die Prämie.
Wann kann ich die Franchise wechseln?
Jeweils auf den Jahresbeginn. Eine Erhöhung der Franchise ist auf den 1. Januar möglich; für eine Senkung musst du bis zum 30. November kündigen. Prüfe den Wechsel jährlich, weil sich Prämien und deine erwarteten Kosten ändern.